Attraktivitätsoffensive für die Feuerwehr
Der Landesfeuerwehr-Präsident Banse nannte im Ausschuss neben dem einheitlichen Dienstausweis weitere Schritte, mit denen die Feuerwehr-Arbeit aufgewertet werden kann: Für weitere als die bisherigen Tätigkeiten könne Freistellung vom Dienst (bei Verdienstausfallzahlung durch die Kommune) ermöglicht werden – für Ortsbrandmeister, Gerätewarte und Jugendwarte etwa. Eine „Feuerwehr-Rente“ sei denkbar, also eine Art Zusatz-Altersversorgung, die aber bundesweit organisiert werden müsste. Die Ehrenamtspauschale in der Steuererklärung könne angehoben werden, die Übungsleiterpauschale ebenso. In einer neuen Feuerwehrverordnung könne „eine zeitgemäße Dienstkleidung eingeführt werden“. Weil verstärkt Vegetations- und Waldbrände auftreten, müssten die Feuerwehr-Bereitschaften für diese Fälle neu zugeschnitten werden. Nicht zuletzt die hochgeländegängigen Fahrzeuge (mit Unimog-Antrieb) müssten dafür angeschafft werden.
„Bis vor 30 Jahren wurden diese Geräte noch regelmäßig erneuert. Seit 2002 aber geht es nur noch langsam weiter“, erklärt Banse auf Rundblick-Anfrage. Der Feuerwehrverband unterstütze auch die Verlegung des Einsatzstabes von Hannover nach Celle-Scheuen, wo er jetzt bereits während der Corona-Krise ansässig geworden ist. Außerdem erklärte Banse, dass auch in Niedersachsen (wie in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern) ein ehrenamtlicher „Landesbrandmeister“ etabliert werden soll. Der hauptamtliche Feuerwehr-Zweig müsse auch gestärkt werden – der Landesbranddirektor, bisher B3, solle der Stelle eines Polizeipräsidenten (B4) angepasst werden.


