2. Nov. 2026
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Grüne beraten über einen Antrag zum Nahost-Konflikt

Greta Garlichs und Maximilian Strautmann, Grünen-Landesvorsitzende, müssen am kommenden Wochenende eine strategische Meisterleistung vollbringen. Der Grünen-Kreisverband Stade hat für den Landesparteitag in Hameln einen Antrag eingereicht, der den Nahost-Konflikt thematisiert. Gefordert wird, der Landesverband solle dem Bericht der UN-Untersuchungskommission Folge leisten und „den durch die israelische Regierung verübten Genozid in Gaza“ anerkennen. Dies solle auch der Bundesverband der Grünen tun. Dieser Antrag ist auf den letzten Platz der Anträge für den Parteitag gesetzt worden. Da Michael Fürst vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden in der HAZ sehr irritiert auf den Stader Antrag reagiert hat, dürften Bemühungen der Grünen-Führung gestartet werden, eine ausufernde Debatte darüber möglichst zu unterbinden. Die Grünen planen, als Ergebnis der Delegiertentagung die bejubelte Nominierung von Julia Hamburg als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl zu setzen. Das könnte von einer strittigen Gaza-Debatte empfindlich gestört werden.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #193.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum
Grüne beraten über einen Antrag zum Nahost-Konflikt | Rundblick Niedersachsen