Durch das wiederum negative Jahresergebnis wird das Stammkapital nicht nur vollständig aufgezehrt, sondern es kommt auch zu einer erheblichen bilanziellen Überschuldung.
Es sind die Landesbeteiligungen an mehreren Großunternehmen, die von der HannBG getragen werden. Einige davon befinden sich in massiven Schwierigkeiten – und bei anderen sind die Aussichten zwar nicht so trüb wie zunächst befürchtet, aber für eine Entwarnung wäre es wohl noch zu früh. Im Geschäftsjahr 2018 hat die HannBG einen Verlust von 711 Millionen Euro eingefahren. Zunächst trägt die Gesellschaft die meisten Landesanteile an VW – und hier haben „höhere Aufwendungen für Rückkauf und Nachrüstprogramme in Nordamerika“ und „höhere Rechtsrisiken im Zusammenhang mit der Dieselthematik“ zu Buche geschlagen. Zwar habe sich trotz der Probleme die wirtschaftliche Situation von VW „grundsätzlich weiter verbessert“. Im HannBG-Bericht wird aber hinzugefügt: „Dennoch könnten aufgrund drohender Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in Innenstädten die Autohersteller und damit auch der Volkswagen-Konzern unter Druck geraten.“ Denkbar seien kostenintensive technische Nachrüstungen. Dass der Bundesgerichtshof festgestellt hatte, Autos mit unzulässiger Abschalteinrichtung hätten einen „Sachmangel“, verstärke die Probleme noch.


