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Das Modell, das im Ministerium von Honé gestartet wurde, bezieht sich ausdrücklich auf jene Bereiche, in denen die derzeitige Versorgung mit Haus- und Fachärzten schlecht ist – und wo die bisherigen Bemühungen, Medizinier zu einer Ansiedlung zu bewegen, nicht sonderlich gut gefruchtet haben. Allerdings geht die Idee aus dem Ministerium noch weiter: Ein „Versorgungszentrum“ soll Anlaufpunkt sein für verschiedene Dienstleistungen, die in ländlichen Gegenden gebraucht werden. Das kann von einer Tagespflegeeinrichtung über das Angebot von Handwerkerdiensten reichen, das kann sich auf ein kommunales Bürgerbüro beziehen, ein Café als Treffpunkt oder auch auf Apotheken und Banken, die in der Nähe heimisch werden. Bisher läuft das alles noch als Modellprojekt, was bedeutet, dass zunächst im Probebetrieb getestet wird, welche Probleme auftauchen, wo es bei der Abstimmung zwischen bisherigen Partnern hakt und an welchen Stellen das Konzept noch nachgebessert werden kann – bevor es dann womöglich, im nächsten Schritt, als landesweites Modell etabliert werden könnte.
Förderbescheid für Alfeld schon erteilt
In einer Übersicht des Ministeriums heißt es, für Alfeld sei bereits der Förderbescheid für das Zentrum erteilt worden, auch wenn noch nicht alle Räte der Gemeinden der Gegend ihre Entscheidung getroffen hätten. Der Betrieb soll nach bisherigen Plänen Ende 2021 beginnen. Es zeige sich landesweit ein unterschiedliches Bild, heißt es aus dem Ministerium: In einigen Versorgungszentren konzentriere man sich auf die Telemedizin, in anderen sollten Hebammendienste, Sanitätshäuser, Physiotherapeuten, Seniorenberatungen und Pflegestützpunkte aufgebaut werden. Ursprünglich hatte das Ministerium das Ziel, als zentrale Schnittstelle die jeweiligen Landräte einzubinden und die Kreise als Träger zu etablieren.
Doch was Alfeld im Kreis Hildesheim anbelangt, werde das Versorgungszentrum dort nun allein von den Gemeinden getragen. In diesem Jahr hatte das Land für das Modellprojekt 3,7 Millionen Euro bereitgestellt – das hieß: Überall dort, wo die Versorgungszentren gebildet wurden, unterstützte das Honé-Ministerium dies mit einem Zuschuss. Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU haben einen Grundstock, den die Regierung im Haushalsentwurf für 2021 schon vorgesehen hatte, noch einmal um 4 Millionen Euro erhöht. Die Ausweitung um zwei weitere Modell-Standorte (vermutlich eher im Osten und Nordosten Niedersachsens) dient dem Ziel, noch mehr Erfahrungen zu sammeln. Honé hat schon eine Erkenntnis aus den bisherigen Planungen ziehen können: „Wir sehen, dass die Projekte einen sehr unterschiedlichen Weg einschlagen, sowohl bei der Herangehensweise wie auch bei den Ergebnissen.“

