30. März 2023
Wirtschaft

Inflationsrate in Niedersachsen sinkt, die Preise steigen aber immer weiter

Kathleen Driefert vom Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) beziffert die Inflationsrate für Niedersachsen im März 2023 auf 7,8 Prozent. Damit liegt die Teuerung zwar unter der von Februar (8,7 Prozent), doch tatsächlich haben die Verbraucherpreise im März über alle Bereiche um weitere 0,9 Prozent angezogen. Dass die Inflationsrate trotzdem sinkt, hängt damit zusammen, dass der Preisanstieg von Februar auf März 2022 viel größer war als in diesem Jahr. Im Vergleich zum März 2022 sind vor allem Nahrungsmittel (plus 20,2 Prozent), Strom (plus 25,5 Prozent), Fernwärme (plus 41,4 Prozent) und Erdgas (plus 55,9 Prozent) teurer geworden.

Quelle: LSN

Deutliche Preisanstiege gab es auch im Bereich „Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen“ (plus 10,7 Prozent). Preiserhöhungen waren insbesondere im Bereich „Restaurants, Cafés, Straßenverkauf und Ähnliches“ zu verzeichnen, meldet das LSN. Wein und Bier wurden um 10,6 und 8,8 Prozent teurer, Übernachtungen um 7,1 Prozent. Günstiger als im Vorjahresmonat waren im März 2023 dagegen die Kosten für Superbenzin (minus 13,6 Prozent) und Diesel (minus 20,3 Prozent) sowie für leichtes Heizöl (minus 37,7 Prozent). Seit dem Jahr 2020 sind die Verbraucherpreise in Niedersachen um insgesamt 16 Prozent gestiegen.

Dieser Artikel erschien am 31.3.2023 in Ausgabe #060.