Kleiner Waffenschein: Laut Gewerkschaft der Polizei sollte er restriktiver vergeben werden - Foto: Stockfoto: MG[/caption]
Trotz des Rückgangs fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine restriktivere Vergabe der Bescheinigungen und eine Registrierung der Käufer und ihrer Waffen. Auch in Niedersachsen hätten Polizisten immer wieder mit Verdächtigen zu tun, die mit realistisch aussehenden Waffen hantierten. „Schreckschusswaffen sind äußerlich meist baugleich mit scharfen Schusswaffen“, sagt der GdP-Vorsitzende Dietmar Schilff. Es sei selbst für Polizisten sehr schwer zu erkennen, ob jemand mit einer Schreckschusspistole oder einer scharfen Waffe hantiere.
Das Innenministerium in Schleswig-Holstein hat eine Bundesratsinitiative zur Verschärfung der Zugangsberechtigungen für einen Kleinen Waffenschein angekündigt. Hintergrund ist ein Polizeieinsatz, bei dem ein offenbar psychisch kranker Mann mit einer täuschend echt aussehenden Schreckschusspistole auf Polizisten zielte. Das niedersächsische Innenministerium beobachtet die Entwicklung nach Angaben eines Sprechers intensiv, akuten Handlungsbedarf sieht man hierzulande aber derzeit nicht. Der aktuelle Rückgang der Antragszahlen ist für das Ministerium auch ein Indiz, dass politisch nicht sofort gehandelt werden muss. Eine Verschärfung müsse vernünftig abgewogen werden, hieß es.
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