10. Nov. 2019
Inneres

Knapp zehn Prozent der Landräte sind weiblich

Der Deutsche Landkreistag hat jetzt mitgeteilt, wie die parteipolitische Orientierung unter 294 Landräten in Deutschland ausfällt. In 167 Landkreisen, also mehr als der Hälfte, gehört der Landrat der CDU an oder – in Bayern – der CSU. In 61 Landkreisen sind es Sozialdemokraten, die an der Spitze der Kreisverwaltung stehen. Das entspricht einem Anteil von 21 Prozent. 41 Landräte, also 14 Prozent, sind parteilos. Die Freien Wähler stellen 16 Landratspositionen, die Linkspartei vier, die Grünen drei und die FDP einen. Unter den drei Grünen ist seit Anfang November auch die des Kreises Osnabrück, Anna Kebschull. In Niedersachsen sind von den neben Kebschull zwei weitere Frauen Landrätinnen, nämlich neben Kebschull noch Christiana Steinbrügge (Kreis Wolfenbüttel) und Astrid Klinkert-Kittel (Kreis Northeim). In Niedersachsen sind sämtliche Landratsposten besetzt mit der Ausnahme von Hameln-Pyrmont. Nach dem Amtsverzicht von Landrat Tjark Bartels aus gesundheitlichen Gründen stehen Neuwahlen bevor, diese werden voraussichtlich im März oder April des nächsten Jahres stattfinden. Mit der Reform des Kommunalwahlrechts, die noch unter Rot-Grün 2014 beschlossen wurde, ist das Ziel verfolgt worden, die Amtszeiten von Bürgermeistern und Landräten mit denen der Kommunalvertretungen anzugleichen. Das heißt, dass in mehreren Kreisen und Städten mit der nächsten Kommunalwahl im Herbst 2021 auch neue kommunale Verwaltungschefs gewählt werden sollen. Das gilt beispielsweise auch für die Region Hannover, die Stadt Braunschweig und die Stadt Oldenburg.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #198.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning