Grascha appelliert an Weil, seinen Einfluss geltend zu machen
Grascha hält es für erstaunlich, dass eine Große Koalition auf Landesebene die Pläne desselben Bündnisses auf Bundesebene für verfassungswidrig hält. Dass die Landesregierung keine weitere Klage anstrebt, dafür hat der FDP-Landtagsabgeordnete Verständnis, appelliert aber an die Große Koalition in Niedersachsen, den politischen Einfluss in Berlin zu verstärken. Das gelte vor allem für Ministerpräsident Stephan Weil.
Alle ernstzunehmenden Juristen halten sie für rechtswidrig, selbst Regierungsmitglieder haben Zweifel. Grundlage der Pläne ist ein Deal, der zugleich eine politische Bankrotterklärung.
„Er muss seinen Einfluss geltend machen, damit kein rechtswidriges Gesetz auf Bundesebene verabschiedet wird“, betonte Grascha im Gespräch mit dem Politikjournal Rundblick. Grascha geht davon aus, dass die Pläne der Bundesregierung spätestens vor Gericht zu Fall kommen. „Alle ernstzunehmenden Juristen halten sie für rechtswidrig, selbst Regierungsmitglieder haben Zweifel. Grundlage der Pläne ist ein Deal, der zugleich eine politische Bankrotterklärung. Schließlich war klar, dass das so verfassungswidrig ist“, erklärte Grascha.

