Die Quote bei der zweiten und nötigen Masernimpfung liegt landesweit bei 93,3 Prozent - Foto: guerrieroale[/caption]
Die zweite Impfung ist laut Robert-Koch-Institut keine so genannte „Auffrischimpfung“, sondern wichtig für einen sicheren und kompletten Impfschutz. Bei der ersten Impfung liegen noch alle Städte und Landkreise über der Marke von 90 Prozent. Erst bei der zweiten Impfung fallen Lüchow-Dannenberg (87,3 Prozent), die Stadt Osnabrück (85,5 Prozent) und der Landkreis (89,8 Prozent) ab. Laut Weltgesundheitsorganisation gilt Masern als eliminiert, wenn 95 Prozent der Bevölkerung ausreichend geimpft sind. In Niedersachsen sind es im Schnitt 93,3 Prozent.
Das Gesundheitsamt im Kreis Osnabrück, zuständig für Stadt und Landkreis, sucht derzeit nach Gründen, die bisher möglicherweise noch nicht aufgefallen sind. Diese könnten allerdings vielfältig sein und reichen von Flüchtlingskindern, die bis zum dritten Lebensjahr gegebenenfalls nicht die entsprechenden Impfungen haben über impfskeptische Eltern bis hin zu Ärzten, die den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission nicht in vollem Umfang folgen. Im Kreis Lüchow-Danneberg heißt es, der Landkreis sei dünn besiedelt, so dass die Anfahrten zu den Kinderärzten länger seien als anderswo. Zum anderem lebten in dem Landkreis viele Menschen mit einer Weltanschauung, die Impfungen kritisch bewerteten.
Insgesamt gibt es in Niedersachsen teilweise deutlich weniger Masern-Fälle als in anderen Bundesländern. In diesem Jahr sind es landesweit bisher vier. In Nordrhein-Westfalen waren es allein in diesem Jahr bereits 116 Fälle, in Baden-Württemberg 51 und in Bayern 34. Bundesweit wurden laut Robert Koch-Institut in diesem Jahr bisher 273 Mal Masern diagnostiziert.
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