27. Nov. 2017
Soziales

Neues Jahr, neues Geld: Gesundheitsregionen werden weiter gefördert

Das Land Niedersachsen will die Gesundheitsregionen ab dem kommenden Jahr weiter fördern. Das hat die neue Sozialministerin Carola Reimann angekündigt. Eine Gesundheitsregion soll pro Jahr 13.000 Euro erhalten. Daneben werden weiterhin einzelne Projekte mit bis zu 80.000 Euro gefördert. Die neue Förderphase läuft drei Jahre bis 2020. Reimann sieht in den Gesundheitsregionen einen systematischen Ansatz, um in den unterschiedlichen Regionen gute, neue und kreative Lösungen zu finden. Dabei bildeten sich Netzwerke in den einzelnen Regionen, aber auch der kollegiale Austausch zwischen  den Gesundheitsregionen sei gewinnbringend. Für Martina Wenker, Präsidentin der niedersächsischen Ärztekammer, sind auch die Rückmeldungen darüber wertvoll, was nicht funktioniert hat. „Dadurch kann man aus Fehlern lernen und es gibt die Chance, die Versorgung in den Regionen vernünftig fortzuentwickeln.“ Die Sozialministerin stellte zugleich acht Projekte vor, die in der laufenden Förderrunde unterstützt werden. Die Grafschaft Bentheim bekommt rund 95.000 Euro bei dem Heranwachsenden geholfen werden soll, eigenständiger und gelassener mit seelischem Leid umzugehen. Der Landkreis Lüneburg wird mit 100.000 Euro unterstützt, um Versorgungspartner psychisch kranker Kinder besser zu vernetzen. Und die Region Hannover erhält ebenfalls 100.000 Euro für eine bessere Vernetzung aller Akteure, die sich um demenzkranke Menschen kümmern. Dabei soll eine „demenzsensible Kommune“ geschaffen werden. Nicht allein das Land unterstützt die Gesundheitsregionen finanziell. Ebenfalls beteiligt sind Kassenärztliche Vereinigung, AOK Niedersachsen, Ersatzkassen, der BKK Landesverband Mitte und die Ärztekammer Niedersachsen.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #211.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning