
Martin Peter, Verdi-Fachbereichsleiter für Kindergärten, hat scharfe Kritik an der neuen rot-grünen Landesregierung geübt. Das Kabinett hat signalisiert, die Notverordnung bis 31. Juli 2023, also um ein weiteres halbes Jahr zu verlängern. Die Vorschrift sieht vor, dass in den Gruppen anstelle von früher 25 jetzt auch 26 Kinder betreut werden können. Dies geschieht mit Rücksicht darauf, dass viele Mütter mit Kindern aus der Ukraine nach Niedersachsen kommen und in den Kindergärten aufgenommen werden müssen – während das Angebot an Fachkräften derart mager ist, dass neue Gruppen kaum eingerichtet werden können. Peter sagt nun, es drohe mit der Vergrößerung der Gruppen ein Dauerzustand zu entstehen, der Standard werden könne. Dies aber sei für die Beschäftigten eine viel zu große Belastung. Daher sei es nötig, Zusatzkräfte zu requirieren, vor allem Ukrainer mit einer professionellen pädagogischen Ausbildung. Dolmetscher und Kulturvermittler seien in den Kindergärten ebenfalls erforderlich.


