26. Okt. 2026
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Olaf Lies lobt Audi-Pläne - und rügt zugleich die Wahlkampfhilfe für Trump

Olaf Lies, niedersächsischer Ministerpräsident und Mitglied im Aufsichtsrat von Volkswagen, hat reserviert auf die Ankündigung des Audi-Chefs Gernot Döllner zum Bau eines neuen Fahrzeugwerks in den USA reagiert. Döllner hatte dies am Wochenende während einer Wahlkampf-Veranstaltung von US-Präsident Donald Trump getan - kurz vor den wichtigen Wahlen in den Vereinigten Staaten Anfang November. Lies erklärte: "Über eine Investition dieser Größenordnung entscheiden die zuständigen Gremien des Konzerns, und diese Entscheidung ist noch nicht gefallen. Es ist strategisch richtig, dass Audi den US-Markt besser erschließen will, solange Arbeit und Wertschöpfung hier gesichert und nicht verdrängt werden. Unabhängig davon: Eine Wahlkampfveranstaltung kann nicht der richtige Ort sein, eine solche Investition zu verkünden. Dieser Auftritt hat Befremden ausgelöst, bei den Beschäftigten, die hier um ihre Arbeitsplätze bangen, und weit darüber hinaus. Das kann ich gut verstehen, mir geht es genauso. Hier wurde ein Unternehmensverantwortlicher zum Teil einer politischen Inszenierung." Nach den Worten von Lies gehören alle Bedingungen, unter denen eine solche Investition zustande kommt, "vollständig auf den Tisch des Aufsichtsrats". Er erwarte, dass "mit derselben Entschlossenheit, mit der in den USA investiert werden soll, auch an Zukunftsperspektiven und Lösungen für die Standorte in Deutschland gearbeitet wird, die heute in Frage stehen.“

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #189.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum
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