16. Apr. 2020
Soziales

Planbare Eingriffe in Krankenhäusern bleiben untersagt

Planbare Eingriffe in niedersächsischen Krankenhäusern bleiben vorerst noch bis zum 18. Mai untersagt. Das hat Sozialministerin Carola Reimann am Donnerstag im Sozialausschuss mitgeteilt. [caption id="attachment_48812" align="alignnone" width="780"] Screenshot: NDR Livestream[/caption] Reimann lobte die gestern von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur sanften Öffnung nach dem Shutdown, sprach von einem gut abgewogenen Paket. „Wir werden mit dem Virus leben müssen. Jetzt muss das Leben in der Pandemie organisiert werden“, sagte die Sozialministerin. https://www.youtube.com/watch?v=4nDs_3Hwank Jetzt gehe es darum, den Vorsprung, den man sich in Deutschland erarbeitet habe, nicht zu verspielen. „Wir haben eine hohe Kapazität im Gesundheitssystem. Aber ohne die Maßnahmen der vergangenen Wochen hätten wir ein desaströses Ostern erlebt, mit überlasteten Krankenhäusern, wie wir sie in Italien erlebt haben“, mahnte Reimann.
Ohne die Maßnahmen der vergangenen Wochen hätten wir ein desaströses Ostern erlebt.
Bisher sei das Land gut durch die Pandemie gekommen. Es bestehe aber durchaus das große Risiko, dass es wieder zu einem exponentiellen Anstieg kommen könne. Viele Länder hätten deshalb Angst vor zweiten und dritten Welle. „Man braucht deshalb jetzt die kleinen, behutsamen und kontrollierten Schritte“, so Reimann.

"Schutzausrüstung hier produzieren"

Die Ministerin sprach sich auch dafür aus, eine kontinuierliche Produktion von Schutzausrüstung im Land aufzubauen. Dazu müsse man mit den Herstellern ins Gespräch kommen. "Das Leben in der Pandemie wird nicht in zwei Monaten zu Ende sein. Wir werden mehr Ausrüstung über Monate und Jahre benötigen." Aktuell gebe es bei der Schutzausrüstung Betrugsfälle innerhalb der gesamten Lieferkette, das erschwere in allen Ländern die Situation.  
Martin Brüning
AutorMartin Brüning