Polizei: Mehr Bewerber scheitern an ihren Sprachkenntnissen
In Niedersachsen scheitern mehr Polizeibewerber an ihrer Sprachkompetenz. Das geht aus Zahlen der Polizeiakademie Niedersachsen auf Nachfrage des Politikjournals Rundblick hervor. Bewerber müssen unter anderem einen computergestützten Auswahltest absolvieren, an de, jedes Jahr rund ein Viertel der Bewerber scheitert. Dabei steigt allerdings der Anteil derjenigen, denen darin der Sprachkompetenzteil zum Verhängnis wird. Im Jahr 2014 bestanden aus diesem Grund knapp 66 Prozent nicht den Test, im Jahr darauf waren es 81,5 Prozent und im vergangenen Jahr schon 82 Prozent. Allerdings hat die Polizei im Jahr 2014 den Test verschärft. Es wurde zusätzlich ein Diktat eingeführt, um die Qualität zu erhöhen. „Der Polizeiberuf impliziert einen hohen Stellwert der Kompetenzbereiche Sprache und Ausdruck“, heißt es seitens der Polizeiakademie. Abseits des Auswahltests scheitert etwa ein Fünftel der Bewerber an der medizinischen Vorabuntersuchung, rund fünf Prozent im Interview und zwei bis drei Prozent im Sporttest.
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Auch in Nordrhein-Westfalen scheitern immer mehr Polizeibewerber an ihren Deutschkenntnissen. Die Zahl derjenigen, die aufgrund von Mängeln in der schriftlichen Kommunikation durchfallen, hat sich seit dem Jahr 2013 verdoppelt. Die Zahlen sind mit Niedersachsen allerdings nicht vergleichbar. Denn die Testverfahren im sprachlichen Bereich sind in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #81.