2. März 2017
Soziales

Rundt: Nur sehr wenige Vorkommnisse im Maßregelvollzug

Im Maßregelvollzug gibt es laut Sozialministerin Cornelia Rundt insgesamt nur eine geringe Zahl an Vorkommnissen. So gebe es im Jahr zwischen 35.000 und 40.000 Lockerungen im Vollzug. Die Zahl der Verstöße liege hier lediglich zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Das sagte Rundt auf eine Landtagsanfrage der CDU-Fraktion. „Die Arbeit im Maßregelvollzug erfolgt hochprofessionell und ist überaus erfolgreich“, so die Ministerin im Landtag. Unvorhersehbare Situationen, individuelle Fehler oder situative Fehleinschätzungen seien nicht vollständig ausgeschlossen. Im Maßregelvollzug werden psychisch kranke oder suchtkranke Straftäter untergebracht. Hintergrund der Anfrage waren unter anderem Vorwürfe gegen den Maßregelvollzug in Bad Rehburg. Ein 49-Jähriger, der in die Klinik eingewiesen war, soll vor etwa zwei Jahren während eines Ausgangs eine 23-Jährige ermordet haben. In dem Fall hatte die Polizei die Klinik durchsucht, weil Unterlagen zurückgehalten worden waren.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #42.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning