Die gesetzlichen Krankenkassen zählten 2017 bei ihren Versicherten im Durchschnitt 11,1 Fehltage, die Mitarbeiter des Landes fehlten vergangenes Jahr rund viereinhalb Tage länger krankheitsbedingt - Foto: Kosamtu[/caption]
Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung war der Durchschnittswert der krankheitsbedingten Fehlzeiten im Jahr 2017 auf 11,1 Tage angegeben worden. Er liegt also in der niedersächsischen Landesverwaltung höher. Allerdings heißt es im Innenministerium, dies liege daran, dass auch die Kurzzeit-Erkrankungen (bis zu drei Tage) hier einbezogen sind, was bei den Messungen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht durchweg geschehe.
Die Statistik des Innenministeriums hat allerdings einen Mangel. Sie bezieht sich auf weniger als die Hälfte aller Beschäftigten des Landes Niedersachsen, nämlich 108.000 von insgesamt 230.000 Menschen. Der andere größere Teil betrifft Mitarbeiter in Schulen und Studienseminaren, also überwiegend Lehrer. Sie sind bisher nicht einbezogen wegen „bereichsbezogener Besonderheiten“. 2020 allerdings soll auch eine Statistik für alle 230.000 Mitarbeiter vorliegen. Was den Teil der 108.000 Beschäftigten angeht, ist die Zahl der Fehltage gegenüber 2017 leicht zurückgegangen, damals waren es 16,07 Tage.

