4. Sept. 2020
Soziales

Sozialministerium befasst sich intensiv mit kürzerer Quarantänezeit

In der Diskussion um eine kürzere Quarantänezeit wünscht man sich im Sozialministerium in Niedersachsen mehr Dynamik, um schnell zu Ergebnissen zu kommen. "Wir befassen uns derzeit intensiv mit dem Thema, diese Debatte muss jetzt geführt werden", sagte Ministeriumssprecher Oliver Grimm am Freitag in der Landespressekonferenz. Die Vorgaben müssten allerdings vom Robert-Koch-Institut erarbeitet werden, dies sei landesseitig nicht möglich. Eine verkürzte Quarantänezeit käme auch dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sehr gelegen. Laut Grimm wäre durch eine Verkürzung eine schnelle Entlastung des ÖGD möglich. "Diese Maßnahme kann akut helfen, wir sind da sehr hinterher", sagte Grimm.
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Für die Verkürzung hatten sich Gesundheitspolitiker sowie der Virologe Christian Drosten ausgesprochen, er sprach allerdings von einer verkürzten "Isolierungszeit". Laut Drosten ließe sich damit die Akzeptanz der Maßnahmen in der Gesellschaft erhalten. https://twitter.com/c_drosten/status/1301749029307645956 Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte der "WELT", er halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen. "Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist", so Lauterbach.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning
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