Grant Hendrik Tonne, SPD-Fraktionschef, hat die geplante Verlängerung von Ausnahmevorschriften für die Kindergartenbetreuung gerechtfertigt. Es geht um die „Randzeiten“ – also am frühen Morgen oder späten Nachmittag. Die bisher wegen der Ukraine-Flüchtlingsströme verfügte Regel, dass in diesen Zeiten für die Betreuung auch zwei Aushilfskräfte reichen sollen, sollte eigentlich am 31. Juli dieses Jahr enden.

Nun plant die rot-grüne Koalition, die Vorschrift bis 31. Juli 2025 zu verlängern. Die von Kommunalverbänden und CDU wiederholt vorgetragene Forderung, für die Erzieher in Kindergärten eine duale Ausbildung anzupeilen, damit die Ausbildung zeitlich zu verkürzen und die angehenden Kräfte gleich vom Start der Ausbildung an in den Kindergärten einzusetzen, stößt bei Tonne nach wie vor auf Vorbehalte. Der notwendige Mindeststandard für eine qualifizierte Tätigkeit als Erzieher werde auf diese Weise nicht zu erreichen sein, sagt er.


