Das Brüssel-Bashing aus Hannover und Berlin ist auch deshalb unangebracht, weil die Bundesregierung sich fast ein Jahr lang nicht positioniert hat.
Jens Gieseke
Weil hatte die Entscheidung für neue europaweite CO2-Grenzwerte am Mittwoch scharf kritisiert. „Brüssel und Berlin machen damit zum wiederholten Male den Fehler, Ziele festzulegen ohne einen Plan zu haben. Und es gibt keine ehrliche Folgeabschätzung“, sagte Weil, der auch VW-Aufsichtsratsmitglied ist. Das Ganze sei im Grunde eine große Wette auf die Frage, wie viele Elektromobile bis zum Jahr 2030 tatsächlich gekauft würden. Dies sei aber eine Entscheidung, die die Verbraucher treffen müssten und nicht die Politik. „Der Wetteinsatz ist hoch, gerade für die deutsche Industriestandorte“, meinte Weil.
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Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments hatten sich am Dienstag auf schärfere CO2-Grenzwerte für neue Autos bis zum Jahr 2030 geeinigt. Neuwagen sollen bis dahin rund 37,5 Prozent weniger CO2 ausstoßen. Zwischenziel ist ein Minus von 15 Prozent bis zum Jahr 2025.


