Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister von Braunschweig, festigt in diesen Tagen seine Position innerhalb der SPD. Wenige Tage, nachdem er zum neuen Vorsitzenden des SPD-Bezirks Braunschweig gewählt wurde, soll er noch ein weiteres Parteiamt erhalten – und zwar auf Bundesebene.

Der 41-Jährige ist nominiert worden für das Amt des Bundessprechers der „Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik“ (SGK). Die SGK ist die Vereinigung der Kommunalpolitiker in der Partei und trägt zur Netzwerk-Bildung unter den Bürgermeistern, Ratsmitgliedern und Landräten mit SPD-Prägung bei.
Bisher war der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling SGK-Vorsitzender, doch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer musste Ebling zum neuen Innenminister ernennen, nachdem der Vorgänger Roger Lewentz in der Folge der Flutkatastrophe im Ahrtal zurückgetreten war. Bisher leitet die SGK-Geschäfte kommissarisch der Oberbürgermeister von Krefeld, Frank Meyer. Am 10. Juni tagt die SGK-Mitgliederversammlung, für den Vorsitz ist Kornblum bisher der einzige Kandidat.


