2016 lag die Arbeitslosenquote in Niedersachsen bei 6 Prozent - so niedrig wie zuletzt 1980 - Foto: BA Regionaldirektion Niedersachsen[/caption]
Eine große Herausforderung bleibt Höltzen-Schoh zufolge die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt. Durch die schnellere Bearbeitung der Asylanträge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werde es bei den Jobcentern noch einmal einen zahlenmäßigen Schub geben, der sich auch auf die Zahl der Arbeitslosen auswirken werde. Derzeit gebe es 58.100 arbeitslose Flüchtlinge in Niedersachsen, rund 60 Prozent von ihnen hätten keine Berufsausbildung. „Das bedeutet aber nicht, dass sie nichts können. Wir messen das nur an unserem sehr dezidierten Ausbildungssystem.“ Viele Flüchtlinge könnten durchaus bereits nach einem Jahr arbeiten. Das Ziel sei aber auch, sie für eine langfristige Perspektive so weit wie möglich auszubilden. Höltzen-Schoh rechnet in den nächsten zwei bis drei Jahren mit einem stärkeren Zugang von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Im vergangenen Jahr fanden Flüchtlinge vor allem in kleinen und mittleren Betrieben einen Job. Nur rund ein Viertel war in Großbetrieben beschäftigt.

