Unterrichtsversorgung: Philologenverband warnt vor Panikmache
(rb) Hannover. Die Unterrichtsversorgung an den niedersächsischen Gymnasien werde im neuen Schuljahr zwar angespannt sein; einen Anlass für Panikmache bestehe aber nicht. Das erklärte der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Horst Audritz, zum Beginn des Schuljahres 2015/16 am Dienstag in Hannover. Zu einem spürbaren Stundenausfall in großem Umfang, wie er ursprünglich befürchtet worden war, werde es nach seiner Einschätzung nicht kommen. Audritz würdigte den von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt vollzogenen Kraftakt , mit dem nach der Annullierung der Pflichtstundenerhöhung für Gymnasiallehrer in der Folge des OVG-Urteils zur Mehrarbeit von Gymnasiallehrkräften die erforderlichen Lehrerstellen zur Verfügung gestellt worden seien. Dem rechnerischen Fehl von 740 Lehrerstellen habe die Landesregierung die Ausschreibung von 500 neuen Stellen gegenübergestellt, die inzwischen zum größten Teil besetzt worden seien. Weitere Unterrichtsstunden im Gegenwert von ca. 150 bis 200 Lehrerstellen hätten durch den Verzicht von Teilzeitlehrkräften auf Kürzungen ihres Stundenumfangs sowie durch freiwillige Mehrarbeit von Lehrkräften gewonnen werden können, unterstrich der Verbandsvorsitzende. Kultusministerin und Lehrerorganisationen hätten mit einem gemeinsam getragenen Maßnahmenbündel „alles Erdenkliche“ getan, um „unter den gegebenen äußerst schwierigen Umständen und unter Berücksichtigung der Bewerberlage das Bestmögliche zu erreichen“. Audritz erwartet eine weitere Entspannung der Lage, wenn im Januar 2016 ein neuer Jahrgang junger ausgebildeter Lehrkräfte für Einstellungen zur Verfügung stehe.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #158.