30. Mai 2017
Wirtschaft

Vergabeaffäre im Wirtschaftsministerium: PwC prüft jetzt Unterlagen

Die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) haben gestern damit begonnen, den Fall Neoskop im Wirtschaftsministerium zu prüfen. Dabei geht es um ein Vergabeverfahren aus dem Jahr 2016. Die Agentur Neoskop hatte für fast 200.000 Euro den Auftrag erhalten, eine neue Internetseite für das Standortmarketing zu erstellen. Zuvor hatte sich aber Staatssekretärin Daniela Behrens mit der Agentur getroffen, die daraufhin bestens informiert in das Vergabeverfahren ging. Behrens wurde inzwischen entlassen. Lesen Sie auch:   PwC soll nun ein Gutachten zu dem Vergabeverfahren erstellen, das noch im Laufe des kommenden Monats vorliegen soll. Die externe Kanzlei werde kompletten Aktenvorgang aufarbeiten, darstellen und eine vergaberechtliche Bewertung abgeben, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies. Sie könne dabei auf dieselben Akten zugreifen, die auch der Staatsanwaltschaft vorlägen. PwC solle auch Hinweise geben, was das Ministerium verändern kann, um Mitarbeiter vor Fehlern in Vergabeverfahren zu schützen.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #101.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum