Das Team Köpping/Pistorius landete im SPD-internen-Wettbewerb nur auf dem vorletzten Platz - Foto: Boris Pistorius; Olaf Kosinsky; Fridolin Freudenfett[/caption]
Dennoch dürfte die Rückkehr des als Bundesvorsitzenden gehandelten SPD-Politikers in die Niederungen der Landespolitik nicht einfach werden. Das liegt vor allem an den Bedingungen, die sich seit etwa einem Jahr durchaus verändert haben. In seiner ersten Amtsperiode als Innenminister, von 2013 bis 2017, hatte er unbestreitbar die innenpolitische Dominanz. Die Grünen als Koalitionspartner kamen ihm hier selten in die Quere – und die Koalitionsvereinbarung zur Entschärfung des Polizeigesetzes, die 2013 geschlossen wurde, konnte das Innenministerium so lange verschleppen, bis die rot-grüne Regierungszeit schon wieder abgelaufen war.
Heute ist es anders, die CDU legt in der Innenpolitik großen Ehrgeiz an den Tag und hat mehr als einmal, etwa beim Polizeigesetz oder beim Gesetz zur Cyber-Sicherheit, dem eher zögerlichen Innenministerium Beine gemacht. Die CDU wirkt zuweilen wie der Treiber in diesem Feld, der Minister findet sich folglich in der Rolle des Getriebenen wieder. Das schmeckt ihm sichtlich nicht.


