Unternehmen beklagen wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das größte Risiko sehen 58 Prozent der Unternehmen immer noch im Fachkräftemangel. Allerdings ist die Zahl leicht zurückgegangen, Wenig überraschend, schließlich werden in schlechteren Zeiten auch weniger Mitarbeiter benötigt. Auf Platz zwei der Top-Risiken finden sich inzwischen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die von 54 Prozent der Unternehmen genannt werden, das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. [caption id="attachment_44229" align="alignnone" width="780"]
„Konjunkturentwicklung in Moll“: IHKN-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage (Mitte) in Hannover - Foto: MB.[/caption]
Man sehe daran „die Ungeduld mit spürbaren mittelstandsrelevanten Entscheidungen in der Politik“, so Schrage. „Die Unternehmen berichten immer noch von sehr starker Bürokratisierung sowie hohen Abgaben und Steuern. Sie warten dringend auf Entlastung und Impulse.“ Bei der IHKN wünscht man sich zum Beispiel schlankere Genehmigungsverfahren und einen schnelleren Ausbau der Infrastruktur. Nur ein „Belastungstopp“ für die Wirtschaft reicht Schrage zufolge nicht aus.
Skeptisch steht er eher klassischen Konjunkturprogrammen des Staates gegenüber. Das Ankurbeln der Wirtschaft durch staatliche Nachfrage konzentriere sich im Wesentlichen auf Bauleistungen. In diesem Bereich gebe es bisher aber gar kein Problem. Deshalb gebe es auf dem Bau gar keine Kapazitäten, um staatliche Aufträge zügig abzuarbeiten.

