
Falko Mohrs, Wissenschaftsminister, will für eine Ausweitung der Medizin-Studienplätze in Niedersachsen kämpfen. „Wir wollen in Oldenburg, wie verabredet, 200 Medizin-Studienplätze etablieren. Daneben geht es auch um die Frage, wo noch zusätzliche Plätze zu schaffen sind – das wird nicht einfach werden in den Haushaltsverhandlungen, denn der Aufbau solcher Plätze ist kostenintensiv“, sagte Mohrs im Wissenschaftsausschuss auf eine Frage von Cindy Lutz (CDU). Die Kooperation zwischen der UMG in Göttingen und dem Klinikum in Wolfsburg, die mehr Praxis-Möglichkeiten für Studenten ermögliche, werde von der neuen Landesregierung auf jeden Fall unterstützt. Angesprochen auf Forderungen aus Braunschweig, hier eine weitere Uni-Medizin zu schaffen, meinte Mohrs: „Die Landesregierung begleitet konstruktiv alle Überlegungen, neue Studienplätze zu schaffen. Wie wir dazu dann stehen, können wir erst am Ende eines Weges sehen, nicht aber schon am Anfang.“
Der neue Minister erklärte im Ausschuss mehrere Ziele: Wenn Anfang 2023 die Exzellenzstrategie startet, wolle man „mindestens eine Exzellenz-Universität aus Niedersachsen“ anpeilen. In den Hochschulen solle die Unterstützung der Studentenwerke dazu dienen, mindestens ein Mensa-Mittagessen zum Festpreis von 2,50 Euro sicherzustellen und eine Preiserhöhung für die Studenten-Wohnheimplätze 2023 zu verhindern. Nicht zufrieden ist Mohrs damit, dass der 200-Euro-Zuschuss des Bundes für Studenten vermutlich erst mit erheblicher Verzögerung fließen wird, da die von der Bundesregierung geplanten Regeln der Auszahlung sehr kompliziert seien. Mohrs befürwortet zudem Mindesthonorare und -gagen im Kulturbereich – und er schließt nicht aus, dass die Mehrausgaben dafür am Ende auch Kommunen belasten könnten.


