
Volker Bajus, familienpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, warnt vor den negativen Folgen eines weiteren Absenkens der Standards in der Kinderbetreuung. Bei dem für den heutigen Mittwoch anberaumten „Kindergartengipfel“ des Kultusministeriums soll darüber beraten werden, ob die derzeit geltende Ausnahmeregelung zum gelockerten Kind-Fachkraft-Schlüssel verlängert werden soll. Eingeführt wurde die Option des sogenannten „26. Kindes“ in der Kindergartengruppe aufgrund des Zuzugs zahlreicher Familien aus der Ukraine.
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Bajus befürchtet, dass sich durch eine Verlängerung dieser Sonderregelung die angespannte Lage in den Kindergärten noch weiter verschärfen könnte und zunehmend Fachkräfte fehlen werden, weil der Beruf dadurch immer mehr an Attraktivität verliere. Die Grünen fordern vom Land daher ein „konzertiertes Aktionsprogramm“ für Kindergärten und Familien. „Kurzfristig gilt es, Kommunen finanziell zu unterstützen, um Fachkräfte mit der Einstellung von zusätzlichen Hilfskräften zu entlasten. Hier kann auch mehr Flexibilität helfen“, sagt Bajus. Darüber hinaus fordern die Grünen einen Einstieg in die Vergütung der Erzieherausbildung sowie ein größeres Angebot von Plätzen in der dualisierten Ausbildung.


