Kinderpornografie sei die "hässliche Fratze der Digitalisierung", sagt Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (3.v.l.) bei der Vorstellung neuer KI-basierter Auswertungsmethoden neben LKA-Präsident Friedo de Vries und Projektleiter Christian Bomert - Foto: nkw[/caption]
Im Jahr 2018 haben die Ermittlungsbehörden in Niedersachsen 1314 Terabyte Datenmaterial sichergestellt, berichtet das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen – wobei ein Terabyte etwa einer Million Bildern entspräche. Etwa ein Viertel davon sei tatsächlich auch belastendes Material. Damit die Ermittlungsbehörden bei der Sichtung nicht in der schieren Datenflut untergehen, setzt das LKA ab Februar auf künstliche Intelligenz (KI) bei der Auswertung. „Mit Personal allein ist die Herausforderung nicht zu bewältigen“, sagt Pistorius. Ein lernendes Computerprogramm soll zukünftig eine erste Vorauswahl des sichergestellten Datenmaterials übernehmen und so die Beamten bei der Auswertung unterstützen. Das mindere zum einen die psychische Belastung der Ermittler, zum anderen helfe das Verfahren auch den Opfern. Denn oftmals würden Missbräuche noch fortgesetzt, während die Polizei noch Material auswertet.


