Stephanie Springer, Präsidentin des Kirchenamts der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, wurde erneut in das höchste bundesweite Leitungsgremium ihrer Kirche gewählt. Sie gehört nun neben 14 weiteren Mitgliedern dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Nicht gewählt wurden hingegen zwei weitere Niedersächsinnen: Die Theologiestudentin Julia Schönbeck aus Göttingen und die Rechtsanwältin Sabine Blütchen aus Oldenburg konnten sich bei der Synoden-Tagung in Bremen nicht durchsetzen.

Stephanie Springer | Foto: EKD/Jens Schulze

Am Mittwoch wählten die evangelischen Christen zudem ihren höchsten Repräsentanten, die Ratsvorsitzende. Erstmals seit Margot Käßmann (2009-10) bekleidet dieses Amt nun wieder eine Frau: Annette Kurschus, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie folgt auf Heinrich Bedford-Strohm, dem bayerischen Landesbischof, der nach sieben Jahren nicht erneut kandidieren wollte.

Damit sind nun die beiden höchsten Ämter der EKD mit Frauen besetzt, denn Präses der EKD-Synode ist seit einigen Monaten Anna-Nicole Heinrich aus Bayern. Der Rat der EKD ist nun insgesamt paritätisch besetzt. Sieben der Plätze werden von Männern besetzt, acht von Frauen (inklusive Präses).

Ein paar Tage zuvor wurde der hannoversche Landesbischof Ralf Meister erneut zum leitenden Bischof, also zum obersten Repräsentanten, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) gewählt worden, seine Stellvertreterin ist Kristina Kühnbaum-Schmidt, Landesbischöfin der Nordkirche.