Die FDP ist der Meinung, die Landesregierung unternehme zu wenig für Start-ups. Sie hat dazu eine Studie in Auftrag gegeben. Die belege nun, dass es in Niedersachsen viele gute Ideen und Ansätze zur Förderung von Start-ups gibt, allerdings viel Potenzial ungenutzt bleibt.

So sei den Machern der Studie zufolge in vielen Bereichen die finanzielle Förderung nicht abschließend geklärt. Zudem konzentrierten sich Angebote vor allem auf die Großstädte, während der ländliche Raum kaum Möglichkeiten für Start-ups biete. „Start-ups haben meist wenig Startkapital und sind deshalb auf eine fördernde Infrastruktur angewiesen“, sagt Philip Mertes, Start-up-Berater und Mitautor der Studie. Jörg Lahner, Professor für Wirtschaftsförderung an der Universität Göttingen, ergänzt: „Viel Potenzial gibt es zudem noch bei anderen Zielgruppen. Etwa bei Frauen, Senioren und Migranten.“

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Aus Sicht des FDP-Abgeordneten Christian Grascha ist die Förderung von Start-ups „wirtschaftliche Daseinsvorsorge“. „Die Digitalisierung funktioniert nur dann, wenn man vor allem die einbezieht, die etwas davon verstehen“, sagt er. Doch da sei Niedersachsen derzeit nur mittelmäßig unterwegs. Verantwortlich dafür ist aus Sicht der FDP Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. „Das ist eher ein Stand-still-Minister“, sagt Grascha. Auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Stefan Birkner kritisiert den Minister: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir einen Minister der Vorgängerregierung loben würde, aber Olaf Lies hat in seiner Zeit als Wirtschaftsminister den Fortschritten den Boden bereitet, auf denen sich Bernd Althusmann jetzt ausruht.“