Martin Kalt, Landesvorsitzender des Niedersächsischen Beamtenbundes (NBB), hat Erwartungen an die angekündigte „Regierungskommission“ zur Verwaltungsreform formuliert. Seine Organisation setze darauf, das auch die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen – wozu auch der NBB zählt – in diesem Gremium mitwirken können. Schließlich würden diese Vereinigungen die Sorgen und Belange der Beschäftigten am besten beurteilen können, fügt Kalt hinzu. Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) hatte unlängst diese Kommission mit der Hoffnung verknüpft, man könne zu Aufgabenabbau und Entbürokratisierung kommen, auch zu Stellenabbau. Gestern sagte Hilbers im Landtag, er peile ein Ziel an – künftig sollten über Effizienzsteigerung in der Verwaltung auch Arbeitsplätze dort entbehrlich werden. Bei weniger arbeitsfähigen Menschen in der Gesellschaft werde auch die Beschäftigung im Landesdienst abnehmen. Kalt entgegnet darauf, mit derartigen Positionen würde die Kommission „unnötig unter Ergebnisdruck“ gesetzt. Wichtiger sei für ihn die Frage, wie Mitarbeiter im öffentlichen Dienst eine bessere Aus- und Fortbildung genießen und so für andere Tätigkeiten geschult werden könnten.