Karin Logemann, agrarpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, kritisiert die Verteilung der Hilfszahlungen des Bundesagrarministeriums zur Wiederaufforstung der Wälder. „Wie schon bei den Dürrehilfen ignoriert das Bundeslandwirtschaftsministerium die tatsächliche Betroffenheit der einzelnen Bundesländer und verteilt das Geld mit der großen Gießkanne“, klagte Logemann gestern.

Forstministerin Barbara Otte-Kinast und SPD-Agrarpolitikerin Karin Logemann – Foto: nkw; ML; SPD Nds

Auf dem nationalen Waldgipfel wurden am Mittwoch in Berlin die Weichen für Hilfszahlungen des Bundes an die Länder gestellt, um die klima- und wetterbedingten Schäden in den deutschen Wäldern zu bekämpfen. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte bereits am Mittwoch im Anschluss an den Waldgipfel bekanntgegeben, dass Niedersachsen von 2020 bis 2023 vom Bund rund 69 Millionen Euro zur Verfügung stellt bekommen wird.

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Verbunden damit sei aber auch eine finanzielle Beteiligung des Landes. „Das bedeutet, dass wir rund 48 Millionen Euro Landesmittel in den nächsten vier Jahren zur Gegenfinanzierung benötigen.“ Logemann erklärte daraufhin, dass die Sozialdemokraten die „klare Erwartungshaltung“ hätten, dass Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) diese Kofinanzierung liefern werde.