Kolumne

Ohne Punkt, aber mit Komma

21.12.2020
Lesezeit: 1 Minute

Erst am Wochenende las ich von einem neuen Roman, der weitgehend auf Punkte verzichtet, und warum sollte man sich das nicht zum Vorbild nehmen, schließlich ist ja auch das Leben ein punktloser Fluss, in dem höchstens das eine oder andere Mal ein kleines Komma gesetzt wird oder ganz Verrückte zum Semikolon greifen, um danach in die direkte Fortsetzung zu gehen, wo sich das Leben an dieser Stelle eben doch vom Politikjournal Rundblick unterscheidet, welches wie jedes Jahr ab Morgen in die übliche Weihnachtspause geht, um dann am 6. Januar wieder – einem Neustart gleich – frisch zu erscheinen, wobei wir in der letzten Ausgabe des Jahres natürlich noch unsere Freude zum Ausdruck bringen wollen, welch kluge und aktive Leserinnen und Leser wir haben, die sich nicht nur in großer Zahl an unserem gestrigen Rätsel beteiligt, sondern uns auch bis auf eine einzige Ausnahme die richtige Antwort geschickt haben, die, wie Sie ja bestimmt längst wissen, „Montag“ lautete, was dazu führt, dass wir nicht nur einen, sondern gleich drei Gewinner ziehen, denen an diesem Dienstag die versprochene Rundblick-Tasse zugeschickt wird und denen wir schon vorab herzlich zu Ihrem Gewinn gratulieren möchten, ohne dabei aber zu vergessen, auf die Themen der heutigen Ausgabe hinzuweisen, in der wir darüber berichten, wie die N-Bank mit einer möglichen Landeswohnungsbaugesellschaft verknüpft werden könnte und in der wir uns an die eine oder andere Prognose für das Jahr 2021 heranwagen, ohne dabei aber voraussagen können, ob Ulrich Markurth, der Oberbürgermeister von Braunschweig, im September erneut antreten wird, schließlich will er das erst Anfang Januar verraten, was aber nicht bedeutet, dass man nicht schon einmal die Namen derjenigen nennen könnte, die bei einem Nein Markurths als SPD-Kandidaten in Frage kommen könnten, schließlich haben Sie den Rundblick genau für solche Informationen abonniert und nicht für nicht enden wollende TagesKolumnen, die einem zum Jahresende aufgrund fehlender Absätze besonders langatmig vorkommen können, weswegen man an dieser Stelle schnellstens zu den besten Wünschen kommen sollte, die in so einen Text in der letzten Ausgabe des Jahres auf keinen Fall fehlen dürfen, und so wünsche ich Ihnen nicht nur ein frohes Weihnachtsfest, sondern natürlich auch einen guten Rutsch in ein vor allem gesundes Neues Jahr, in dem das einzige, das 2021 nun wirklich einmal einen Punkt machen sollte, das gemeine Coronavirus ist, während wir den Punkt an dieser Stelle nun wirklich setzen wollen, also: Punkt.

Martin Brüning

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