Grant Hendrik Tonne, niedersächsischer Kultusminister, wünscht sich mehr Freiräume für die Schulen im Land. Für ihn ist das auch eine Lehre aus der Entwicklung rund um die „Fridays for Future-Demonstrationen, machte Tonne auf einer Veranstaltung der Vereine der Tellkampfschule in Hannover deutlich.

https://soundcloud.com/user-385595761/wurden-sie-ihren-kindern-fur-eine-fridays-for-future-demo-eine-entschuldigung-schreiben

„Wenn wir Schulen dazu befähigen wollen, aktuelle Entwicklungen mit aufzunehmen, brauchen sie inhaltliche Freiräume“, erklärte der Kultusminister. Bei dieser Forderung komme man auch sehr schnell zueinander. Schwierig werde es dann aber bei der Frage, was denn für den Freiraum gestrichen werden solle. Die Forderung nach einem generell freien Freitag, wie er bereits im Umfeld von Fridays for future gefordert wurde, sieht Tonne dagegen skeptisch. „Es gilt die Schulpflicht. Wer am Freitagvormittag auf eine Demo geht, der fehlt unentschuldigt“, machte Tonne deutlich.

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Zugleich lobte er den kreativen Umgang der Schulen mit den Demonstrationen. So gibt es zum geplanten Sternmarsch am 20. September in Hannover an der Tellkampfschule einen Klima-Projekttag, der nach der vierten Stunde endet und den Schülern dadurch ermöglicht, an der Demonstration teilzunehmen. Die Schulleitungen wünschten sich allerdings auch Rückendeckung vom Kultusministerium und wüssten gerne, wie sie sich verhalten sollten, sagte Schulleiterin Katharina Badenhop an die Adresse des Kultusministers.

Am 20. September werden in vielen Städten Demonstrationen organisiert, darunter in Hannover, Hildesheim, Göttingen, Osnabrück und Oldenburg. Auch Gewerkschaften und die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers  haben für den Streik geworben.