Am 9. Oktober wählen die Niedersachsen einen neuen Landtag. Wird Stephan Weil die Staatskanzlei verteidigen können? Gelingt der CDU der Führungswechsel? Folgt auf die Große Koalition nun eine Ampel oder gar Jamaika? Die Rundblick-Redaktion fasst in diesem Dossier ihre Berichterstattung rund um die Landtagswahl in Niedersachsen zusammen. Übrigens: Wenn Sie keine Entwicklung oder Analyse verpassen wollen, abonnieren Sie unseren neuen #LTW22-Newsletter (hier kostenlos abonnieren).

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Hinter den Kulissen Teil 1: Andruck bei der SPD


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SPD setzt auf das Image von „Landesvater Weil“

Die Sozialdemokraten werden natürlich von ihrem Landesvorsitzenden, dem amtierenden Ministerpräsidenten Stephan Weil, in den Wahlkampf geführt. Dabei setzen sie total auf den Amtsbonus: Das Land in guten Händen – so lautet das Motto ihres Wahlkampfes. Was die SPD darüber hinaus inhaltlich verspricht, hat die Partei schon vor einigen Wochen angekündigt. Tablet:

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CDU strebt den „Führungswechsel“ an

Auch bei den Christdemokraten ist die Wahl des Spitzenkandidaten keine große Überraschung: Parteichef und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann steht an der Spitze der Landesliste und möchte Weil die Führung der Koalition abnehmen. Doch wie diese Liste ansonsten aufgebaut ist, ist ein Novum: Erstmals hat die Union die Plätze paritätisch besetzt, und zwar nach dem Reißverschlussverfahren. Für die Niedersachsen-CDU ist das ein Sprung in die Moderne – passend zum Wahlkampfmotto: Niedersachsen springt weiter.

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Die Grünen präsentieren sich als neue Wirtschaftspartei

Wer die Grünen in die Landtagswahl führen wird, war zwar weniger sicher als bei SPD und CDU. Doch dass Fraktionschefin Julia Willie Hamburg und ihr Vize, der frühere Landwirtschaftsminister Christian Meyer, nun die Doppelspitze bilden, passt ins Gesamtbild der Partei. Diese versucht sich nun als Partei mit Wirtschaftskompetenz zu präsentieren, denn Robert Habeck hat im Bund bewiesen, dass die Grünen das können. Kürzlich stellten sie deshalb einen 12-Punkte-Plan vor.

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Birkner und Kuhle stellen die Plakatkampagne der FDP vor | Foto: Kleinwächter

Birkner will seiner FDP 10 Prozent plus x verschaffen

Dass Stefan Birkner die Freien Demokraten auch in diese Landtagswahl führen wird, stand schon im vergangenen Jahr fest. Sein Ziel: ein zweistelliges Ergebnis für seine Partei. Auch bei ihrem Programm ist die FDP den anderen Parteien voraus gewesen. Birkner setzt auf eine Politik ohne Tabus.

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Kann die neue Führung die AfD wieder einen?

Die niedersächsische AfD ist in sich so zerstritten, dass sie schon vor vielen Monaten ihre eigene Landtagsfraktion zerlegt hat. Seitdem teilen sich die früheren Fraktionsmitglieder in zwei Lager fraktionsloser Abgeordneter, die frühere Fraktions- und Parteichefin Dana Guth hat beide Vorsitze verloren und spielt in der Landespolitik keine Rolle mehr. Erst kürzlich hat die AfD einen neuen Landesvorsitzenden gewählt: Frank Rinck soll nun Ordnung und Einheit bringen. Wird es ihm gelingen?

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Ein aussichtsloser Kampf für die Linke?

Schaut man sich aktuelle Umfragen an, sieht es nicht so aus, als könnte der kommende niedersächsische Landtag eine Linksfraktion haben. Jessica Kaußen lässt sich davon nicht abschrecken. Sie führt die Linken in den Wahlkampf und führt die Landesliste auf Platz 1 an. Überraschend hat sie sich beim Parteitag in Hameln gegen Franziska Junker durchgesetzt.

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